Geschichte der Cohnsche Villa

Die Aktiengesellschaft Berlin- Gubener Hutfabrik, 1859 von Apelius Cohn in Berlin gegründet, erreichte 1876 eine Zweigniederlassung in Guben. In diese Zeit fällt auch der Bau, der repräsentativen Fabrikantenvilla an der alten Poststraße 61. Das Grundstück auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Hutfabrik.

Ihr erster Bewohner und kaufmännischer Leiter war bis 1920 Hermann Lewin.

Nach seinem Tod übernahm Dr. Alexander Lewin die Stelle des Generaldirektors. Bis 1922 wuchs das Unternehmen mit seinen Zweigbetrieben zum größten Hutproduzenten Deutschlands heran.

Nach der Machübernahme der Nationalsozialisten musste die jüdische Familie Lewin, unter Zurücklassung ihrer gesamten Besitztümer, Deutschland verlassen.

Bis zum 29. Mai firmierte die Fabrik unter „Berlin-Gubener Hutfabrik AG, vorm. A.Cohn“. Dann wurde der Namenszusatz „vorm. A.Cohn“ gestrichen.

Nach Kriegsende konnte die Gubener Hutindustrie nie wieder vollständig an ihre Blütezeit anknüpfen.

Bis zu Wiedervereinigung beider deutschen Staaten gehörten Werk und Fabrikatenvilla dann dem „VEB Gubener Wolle“. Die Immobilie wurde vorwiegend zu Wohnzwecken genutzt und steht seit Jahren leer.

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